Reiten im Winter bringt Spaß!

Lasst euch bloß nicht einreden, dass Reiten im Winter Spaß bringt. Reiten ist keine musikalische Schlittenfahrt von Leopold Mozart durch romantisch verschneite Wälder. Ganz im Gegenteil, es ist harte Arbeit, kalt, dunkel und nass. Ich liebe den Winter, aber Schnee gehört in die Berge, da wo man Skifahren und Schneemänner bauen kann.

Jedes Jahr um diese Zeit bin ich kurz davor nach Südfrankreich umzuziehen, nur um das nasskalte Wetter bei uns im Norden zu umgehen. Irgendwann mache ich das auch, vielleicht schon nächste Jahr. Ich schwöre.

Die perfekte Jahreszeit ist der Frühling. Ich will Frühling das ganze Jahr über. Da sind die Temperaturen angenehm, nicht zu kalt und nicht zu heiß. Es gibt auch noch keine blöden Fliegen, die immerzu um einen herumsausen. Und die Frühlingssonne macht so viel Laune, da macht es mir auch nichts mehr aus, dass es doch hin und wieder regnet. Wenigstens ist der Regen dann wärmer.

Aber reiten im Winter. Nein, das ist nicht so super, wie ihr euch das vorstellt. Und ich sag euch auch warum:

-Im Winter ist jede Pfütze auf der Koppel festgefroren und somit auch ziemlich glitschig, wenn man mit Reitstiefeln darüber läuft oder wenn es nicht gefroren hat, dann sind die Pfützen riesige Matschlöcher, dass man mit seinen Stiefeln drin steckenbleibt und nur schwer wieder heraus kommt. Und wenn man sich befreit hat, ist man von oben bis unten mit Matsch beschmiert.

-Draußen oder in der Reithalle. Macht keinen Unterschied, beides kalt. Wenigstens regnet es nicht in der Halle.

-Die ohnehin schon kalte Trense und Mundstück mit kaltem Wasser abspülen. Denn Warmwasser gibt’s im Stall nicht. Ist ja schließlich kein 5-Sterne Hotel.

-Ganz besonders schön ist es, wenn sich das Pferd vorher im Schlamm gewälzt hat. Gut fürs Pferd, weniger gut für den Reiter. Da muss man das Pferd erstmal eine Stunde in der Kälte putzen, bevor man es reiten kann.

– Und wenn du dein Pferd endlich fertig geputzt hast, ist es wahrlich kein Genuss in die frostigen Reitstiefel zu steigen.

-Wenn du nach dem Training vom Pferd absteigst, spürst du deine Füße kaum, weil diese in den Reitstiefel zu Eisklumpen geworden sind.

Mein liebster Platz im Stall ist im Winter das Solarium. Da stehe ich dann mit meinen Pferden darunter und wir wärmen uns auf. Und wenn ich dann noch eine heiße Tasse Tee in der Hand habe ist das perfekt.

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