#RoadtripwithNicki – Backpacking vs. Roadtrip Vanlife – Was ist besser?

Ich liebe Rucksackreisen. Denn das ist für mich einfach pure Freiheit und grenzenlose Abendteuer. Man packt ein paar Sachen in den Rucksack und schon gehts los. Völlig unkompliziert. Das Reisen mit dem Van erfordert doch einige Vorbereitungen und Buchungen im Voraus.

Aber man wird ja auch älter und etwas bequemer und man sehnt sich dann doch nach ein bisschen mehr Komfort, wie nach einem sauberen und weichen Bett und anständiges Geschirr, woraus man morgens bei Sonnenaufgang genüsslich seinen Kaffee trinkt. Obwohl in mir immer noch die Abenteurerin schlummert, die ich mit Anfang 20 war, bin ich schon neugierig geworden, wie das wohl so ist, mit einem Campingwagen oder Van in den Urlaub zu fahren. Und das Reisen oder Leben im Van liegt ja derzeit voll im Trend, ob in einem luxuriösen eingerichteten Wohnmobil oder einem individuell ausgebauten Kastenwagen. Ich denke, dass man das unbedingt mal ausprobiert haben. Und wenn man auf Social Media die ganzen Beiträge vom Vanlife liest und die dazugehörigen Fotos sieht, bekommt man irgendwie Lust drauf.

Hierfür habe ich mir einmal die Vor- und Nachteile von Backpacking vs. Roadtrip VanLife aufgeschrieben – dieser Vergleich soll mir jeweils die Vorteile aufzeigen und auch die Entscheidung erleichtern, wie man gerne reisen möchte.

Da ich bereits viel Backpacking Erfahrung habe und durch viele europäische und asiatische Länder mit Freunden, aber auch allein gereist bin, starte ich mit den Vorteilen fürs Reisen mit Rucksack.

VORTEILE RUCKSACKREISEN

1 Abenteuer

Als BackpackerIn reist man ganz unkonventionell mit dem Rucksack auf einer individuellen Route, die spontan auch mal geändert werden kann, wie z.B. ein Flug auf einen anderen Kontinent zu buchen. Das Abenteuer fängt beim Verlassen der Komfortzone an. Ganz nach dem Motto: “Life begins at the End of your comfort zone “. Man weiß nie, was einen als Nächstes erwartet und das ist das Schöne dabei.

2 Kunst, Kultur und Gesellschaft

Ein Mauerblümchen darfst du als Backpakerin nicht sein, denn Kommunikation ist das A und O. Wenn du so individuell unterwegs bist, hast du automatisch mehr Kontakt mit anderen Reisenden und Einheimischen. So lernt man auf der Bus- oder Bahnfahrt einen anderen Backpacker kennen, mit dem sich austauschen kann, was es für Sehenswürdigkeiten am Zielort gibt, oder man verabredet sich z.B. gleich zu einem gemeinsamen Mittagessen. Auch in der Pension, Hotel oder Hostel trifft man im Frühstücksraum andere Gäste und kommt mit denen ins Gespräch und verabredet sich gemeinsam die Stadt zu erkunden.

3 Null Vorbereitung nötig

Während für den Roadtrip ein Fahrzeug angeschafft werden und ggfs. umgebaut werden muss, kann der Rucksackreisende sofort starten. Backpacker können ohne größere Vorbereitungen direkt los wandern oder sich einen Last-Minute Trip buchen und sich in den nächsten Bus, Zug oder Flieger setzen.

4 Kein Straßenverkehr

Da ich als Backpackerin selbst nicht fahren muss, brauche ich mich nicht mit dem Weg zum Reiseziel und den Straßenverhältnissen auseinander zu setzen. Stattdessen kann man während der Bahn- und Busfahrt Pläne zum Sightseeing schmieden, Tagebuch schreiben, ein Buch lesen, in Modemagazinen blättern, sich mit dem Sitznachbarn unterhalten, etwas essen, aus dem Fenster gucken oder ein Nickerchen machen.

5 Es ist umweltfreundlich

Wer mit Zug unterwegs ist, verbraucht mit dieser Art zu Reisen deutlich weniger CO2-Emissionen als mit dem Van. Ein Flug hingegen macht diese Bilanz wieder zunichte.  Im Idealfall sucht man sich Reiseziele raus, wo man mit dem Zug anreisen kann.

6 Es fördert die Gesundheit

Wer sogar viel oder ausschließlich zu Fuß unterwegs ist, derjenige schützt nicht nur die Umwelt, sondern tut darüber hinaus auch etwas für seine Gesundheit.

7 Du bist flexibel und reist günstig

Grundsätzlich kannst du bei Unterkünften als Backpackerin sparen. Und man findet immer kurzfristig eine günstige Pension oder Hostel für eine Nacht, selbst in der Hochsaison. Das heißt aber nicht, nur weil du als Rucksacktouristin unterwegs bist, nicht die Auswahl hättest in ein gehobenes Hotel abzusteigen und dort alle Amenities zu genießen. Man muss ja nicht immer dem Klischee entsprechen. 

9 Minimalismus

Da man sein ganzes Hab und Gut mit sich trägt, muss man sich auf das Wesentliche beschränken. Durch den Minimalismus lernt man, dass man eigentlich gar nicht viel zum Leben braucht. Und an das Gewicht gewöhnt man sich sehr schnell.

VORTEILE ROADTRIP – VANLIFE

1 Mehr Komfort

Verglichen mit den Backpackern hast du natürlich die Möglichkeit, deutlich mehr Sachen mitzunehmen. Meist gibt es die Dinge des täglichen Bedarfs wie Koch-, Toiletten- und Duschmöglichkeit an Bord. Umso größer das Fahrzeug, umso mehr Luxus, vielleicht nicht vom Fahrkomfort, aber vom Platz her. Ganz gleich wie viel Platz man hat, man kann jede Nacht in sein eigenes bequemes Bett fallen.

2 Wetterunabhängig

Wenn das Wetter Mist ist, kann man auf einem Roadtrip jederzeit flexibel ohne große Planung ein paar Kilometer einfach an einen anderen Ort fahren, wo es dann bestenfalls schöner ist. Oder man bleibt einfach in seinem eigenen gemütlichen Bett liegen, macht sich eine Tasse Tee und guckt, was man sich noch so ansehen kann, wenn der Regen erst einmal aufgehört hat. Im Vergleich zum Backpacking wird man in seinem fahrbaren Zuhause zum Glück auch nicht nass.

3 Freiheit

Nicht nur schöneres Wetter, sondern auch ein einsamer schöner Spot, den man gefunden hat, kann Freiheit bedeuten. Mit dem Rucksack in abgelegene Regionen zu gelangen kann dagegen schwierig und anstrengend sein.

4 Natur

Das Fahren in großen Städten kann für die meisten Menschen sehr anstrengend sein, daher werden Orte in der Natur oder kleinere Städte ausgewählt und aufgesucht. Die Umgebung lässt sich dann am besten mit Wanderschuhen erkunden.

5 Gesundheit fördern

Viel Wandern gehen oder sogar sein Mountainbike, Surfbrett oder Kitedings auf Reisen dabei zu haben stärkt die Gesundheit und schont zusätzlich die Umwelt.

7 Weniger Organisation

Dadurch, dass ich auf einen Roadtrip mehr mitnehmen kann, muss ich seltener Wäsche waschen. Darüber hinaus muss ich mich nicht darum kümmern, mit welchem Verkehrsmittel ich von einem Ort zum nächsten komme. Ich setze mich einfach ins Fahrzeug und fahre los!

8 Mehr Privatsphäre

Schlafsäle von Hostels haben eins nicht: Privatsphäre. Naja, jedenfalls nicht viel davon! Ein eigenes Fahrzeug hingegen ist nichts anderes als ein kleines fahrbares Zimmer nur für sich. Wobei, wer zu zweit on the road ist kann sich auf engsten Raum schnell auf die Nerven gehen! Man muss sich lieb haben.

9 Mehr Stauraum

Im Rucksack kannst du nur begrenzt Kleidung mitnehmen. Kleidung? Mehrere Paar Schuhe? Noch mehr Kleidung? Kamera? Laptop? Essen? Bücher? Dein Haustier? Du kannst fast alles mitnehmen, was dir lieb ist.  

Mein Fazit: Backpacking vs. Roadtrip VanLife

Das Reisen mit dem Rucksack hat definitiv ein deutlich höheres Abenteuerpotential und benötigt kaum Vorbereitung. Ohne zu fliegen ist es die deutlich umweltfreundlichere Variante von beidem. Wer wandert und zudem noch zeltet fördert seine Gesundheit. Ganz klar: Als BackpackerIn darf einem viel zu Fuß gehen nichts ausmachen.

Auf einem Roadtrip hingegen genießt man mehr Komfort und Freiheit, ob das die Hygiene unterwegs oder die Organisation betrifft. Vor der Reise wird das Budget für den Wagen benötigt. Wer sich ein Fahrzeug selbst ausbaut, der wird wahrscheinlich länger oder öfter wegfahren. Die Bedingung für den Roadtrip: Als Camper darf dir viel fahren nichts ausmachen.

Der Vergleich zeigt, dass beide Reisearten ihre besonderen Reize haben. Vom Prinzip her beinhalten Backpacking und Roadtrip verschiedene Inhalte. Während Backpacking eher bedeutet, Städte zu erkunden und in Kulturen einzutauchen, ist man mit Van eher in der Natur unterwegs und hat Ruhe – allein oder mit Freunden.

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