#lavieenfrance – 11 französische Dinge, die ich in Deutschland vermisse

-Was ich in Frankreich mag, das man Arzttermine ganz einfach und unkompliziert online über Doctorlip vereinbaren kann. Man kann dort sehr viele Ärzte finden, die dort eingetragen sind. Selbst Termine zeitnah bei einem Facharzt zu vereinbaren, ist dort kein Problem. Mittlerweile gibt’s Doctorlip auch in Deutschland, aber es scheint sich noch nicht zu sehr rumgesprochen zu haben unter den Ärzten.

-Die französischen Arbeitszeiten – irgendwie hatte ich immer das Gefühl ich hatte in Frankreich mehr Freizeit und auch mehr Urlaub. Liegt wohl daran, dass es in Frankreich keine 40 Std. Woche gibt, sondern nur die 35 Std. Woche.

– Auch hat man mehr Zeit noch Freunde nach der Arbeit auf einen Aperó zu treffen. In Deutschland kommt man nach Hause, macht Haushalt, kocht , geht evtl. noch zu Sport und dann ist es auch schon Zeit schlafen zu gehen, um ausgeruht für den nächsten Arbeitstag zu sein.

-Die Erstattung der Krankenkasse ist höher von Brillen und Kontaktlinsen in Frankreich als bei uns. Ich brauche zwar nur eine Lesebrille, aber auch da lege ich schon Wert auf die hochwertigeren Premiumgläser. Und ich habe damals als Management Trainee in Frankreich nicht so ein hohes Gehalt gehabt, sofern war das schon gut.

-Auch Medikamente sind günstiger in Frankreich. Zum Teil habe ich eine vollständige Erstattung der Krankenkasse bekommen, wo ich sonst in Deutschland mindestens 20-30 Euro zuzahlen muss. Auch in Sachen Verhütungsmittel, sind die Franzosen weit voraus, die werden nämlich von der Krankenkasse komplett erstattet. In Deutschland muss Frau zum Beispiel die Pille aus eigner Tasche zahlen.

-Ich finde ja das Flair und die lockere Lebensart macht das Leben in Frankreich aus. Einfach nur mit „Bonjour“ begrüßt zu werden ist einfach süß, es hebt die Stimmung und man fühlt sich automatisch besser.

-Zudem liebe ich die Spontanität der Franzosen, sich kurzfristig mit Freunden auf einen Aperó zu treffen ohne vorher sich wochenlang in What‘s-App-Gruppen zu besprechen mag ich sehr. Auch dass Pläne kurzfristig verschoben werden können, ohne dass sich irgendjemand gleich auf den Slips getreten fühlt ist ein Vorteil.

-Was ich noch an Frankreich mag, ist die hohe Wertschätzung für Lebensmittel und auf der anderen Seite die Unkompliziertheit im Umgang. Im Prinzip esse ich alles, aber das Leben in Frankreich hat mich schon gelehrt, dass essen nicht nur Nahrungsaufnahme ist, sondern auch Genuss ist. Und vor allem wird Geduld benötigt denn die Franzosen bestellen gerne kleinere leckere Häppchen nacheinander und sitzen dadurch auch etwas länger am Tisch, aber es entstehen dadurch interessante Gespräche. Und mittlerweile lieb ich es.

-Mit dem TGV unterwegs sein. Ich fahre ja gerne Bahn, weil man nebenbei so viel erledigen kann. Sehr selten, dass ich mit dem Auto in Frankreich fahre oder gar Autobahn fahre. Und mich erstaunt immer wieder, wie schnell man mit dem TGV in einer anderen Stadt ist. Obwohl Frankreich flächendeckend so viel größer als Deutschland ist. Und ich habe das Gefühl, dass die französische Bahn auch pünktlicher ist als die Deutsche Bahn.

-In Frankreich läuft so gut wie niemand mit Wasserflaschen durch die Gegend, das liegt wohl auch daran, dass man im Restaurant zum Essen auf Nachfrage immer kostenlos eine Karaffe mit Leitungswasser (carafe d’eau) bekommt, die bei Bedarf auch immer nachgefüllt wird.

-Ich finde, dass die deutschen Städte alle gleich aussehen und austauschbar sind. Die Fußgängerzone sind mit den gleichen Geschäften/Ketten überall ausgestattet. Zudem sind hauptsächlich Billigläden wie TKMaxx und Primark sehr präsent geworden. In Frankreich hat man wenigstens noch ein wenig Abwechslung. Wie individuelle Boutiquen, Bücherläden, Cafés mit Stühlen draußen zum Verweilen (auch im Winter), alles, was man zum Alltagsleben ebenso braucht und lebenswert macht.

-Was Hypermarchés oder Märkte angeht, finde ich unsere deutschen Supermärkte echt deprimierend, wenn ich die geringe Auswahl an Lebensmittel dort feststelle. In Frankreich einkaufen zu gehen ist schon ein Erlebnis. Es ist allerdings auch immer ein bisschen wie eine Reise ins Disneyland, mich überfordert das Riesenangebot etwas. Da ziehe ich dann doch oft den Freiluft-Markt vor, die ich in Frankreich liebe, weil sie auch so persönlich sind.

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