Reiter vs. Nicht-Reiter – ein paar Unterschiede, die jeder Pferdenarr allzu gut kennt

Was würdest du mit 100 Euro machen?

NICHT-REITER: Sofort mit den Freundinnen in die Stadt und ein bisschen shoppen und zur Maniküre gehen und den neuen Nagellack ausprobieren. Danach noch ins angesagteste Café zum Lunch und dort chillen.

REITER: Wenn die Zeit es erlaubt und wir zufällig an ein Pferdegeschäft vorkommen, können wir den neuen Mash ausprobieren und eine neue Schabracke wäre auch mal wieder fällig, die alte ist schon so abgefetzt, da kann man sich auf Turnieren nicht mehr mit blicken lassen. Dann nehme ich noch ein bisschen von dem Zusatzfutter mit und wenn noch was übrigbleibt, mache ich bei einer Springstunde mit. Reitunterricht ist immer eine gute Idee.

Wie sieht dein Traumauto aus?

NICHT-REITER: Oh, so ein Cabrio ist schon schick, dann da kann man dann mit seinen Freunden durch die City cruisen oder zum Strand fahren oder seinen Crush imponieren. Und wenn die Autofarbe zu meinem Outfit und meiner Handtasche passen, wäre es noch besser.

REITER: Traumauto? Wir träumen nicht von Autos, nur von Pferden. Aber Auto ist wichtig schließlich müssen wir allerhand transportieren. Und mit unserem Pferd zu Turnieren fahren. Da ist ein Auto mit Allrad und Anhängerkupplung schon praktisch. Welche Farbe das Auto haben soll? Ist doch egal, sieht man eh nicht, wenn es mit Dreck uns Schlamm überzogen ist.

Leben auf dem Land.

NICHT-REITER: Bäh, wonach stinkt das hier? Und was ist das? Ein Misthaufen? Ist das widerlich.

REITERHerrlich, endlich frische Luft einatmen und die pure Freiheit und Unabhängigkeit spüren! In der Stadt zu leben ist kein Privileg mehr, eingepfercht in langweiligen Konsumträumen und die ach so schicken Szenevierteln der großen weiten Welt ist mittlerweile eine einzige große Lüge. Ohne Großstadt geht’s zwar nicht, aber auf Dauer? Nein, Danke. Zu langweilig.

Wochenende.

NICHT-REITER: Endlich Wochenende. Da kann ich ausschlafen, stundenlang Netflix gucken, bei Starbacks chillen und nix tun.

REITER: Wochenende für Reiter bedeutet um 4:00 Uhr morgens aufstehen, denn es geht zum Turnier. Ein ½ Std. zum Duschen, anziehen und frühstücken. Dann geht’s in den Stall, Pferd putzen, Mähne einflechten, Pferd in den Hänger und losfahren. 40 Minuten für die Anfahrt, die Prüfung geht um 7:30 Uhr los.

Das Wetter.

NICHT-REITER: Das ist ja scheußliches Wetter da draußen. Da gehe ich nicht raus, ich chille Zuhause auf dem Sofa und bestelle Pizza und surfe im Internet und chatte mit meinen Freunden.

REITER: Oh, es regnet!  Macht nichts, dann kann ich endlich die neue Pferdedecke ausprobieren und sehen, ob die auch wirklich wasserfest ist. Und wenn es zu doll regnet reite ich eben in der Halle.

Wie kaufst du Obst und Gemüse ein?

NICHT-REITER: 2 Äpfel, 2 Birnen – das reicht für die Woche! Zuviel ist nicht gut, die werden immer so schnell schlecht.

REITER: 1 Kilo Äpfel, 1 Kilo Birnen – Karotten, da habe ich noch einen ganzen Sack voll im Stall. Ach, die Kiste Bananen könnt ich noch mitnehmen. Da kann ich selber noch was von essen.

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